| « zurück Wracktauchen in einer Tiefe von 78 m
1992 hat man mittels eines Sonars zum seitlichen Scannen ein gesunkenes Schiff auf einer Tiefe von 78 m im Aquatorium des nördlichen Teils des bulgarischen Schwarzmeerschelfs.
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Die Interpretationen der Sonaraufnahmen haben gezeigt, dass es sich um ein Schiff mit einer Länge von 63 m handelt, mit einem Schiffüberbau in der Mitte, Segelbaume oder Pfeile, Wanten und Stags auf den Masten sowie hoher Back. Es sind zwei Masten und zwei Speicher dazwischen, sowie ein Schlot. Die zwei Masten sind jeweils 23 m (die vordere) und 20 m (die hintere) uber der Meeresgrund. Die Interpretation der Daten bringt uns auf den Verdacht, dass es sich um ein Handelsschiff handelt, das 1905 - 1908 gebaut wurde.
Man hat die erforderlichen Schritte unternommen zur Aufklarung des Schiffsnamen, des Besitzers, des Ziels der Fahrt, die Art der Fracht und der Ursache der Katastrophe. Es wurden bibliographische Untersuchungen gemacht und Anfragen an die Versicherungsgesellschaften geschickt, z. B. an Lloyd. Man hat keine Information gefunden, die diese Fragen erklären konnte.
Dieses Projekt hat das Ziel, das gesunkene Schiff durch die Zusammenstellung von möglichst mehr Information mittels einer Taucheruntersuchung.
Je nach den Resultaten dieser Untersuchung könnte das Schiff die Interessen verschiedener Organisationen und Privatpersonen anziehen, wie z.B:
- der Schiffsbesitzer oder die Versicherungsgesellschaft;
- die archäologischen und die Seemuseen;
- Organisationen, die sich mit Tauchertourismus beschäftigen;
- das Schiff konnte wirtschaftliche Bedeutung haben, falls seine Fracht wertvoll ist;
- Fernsehgesellschaften.
Realisierung des Projektes
Das Tauchen auf 78 m Tiefe erfordert offensichtlich den Einsatz von künstlichen Atmungsmischungen Mixed Gas Diving (Helium - Sauerstoff oder TRIMIX)
Die Identifizierung des Objektes und die Vorbesichtigung, die die Hauptmassen, die Position gegenüber dem Meeresgrund und den Zustand des Schiffes feststellen sollen, erfordern mindestens 10 Tauchen, wobei jedes Tauchen 20-30 Min (bottom time) dauern wird.
Die beste Art zur effizienten und sicheren Erfullung der Aufgabe ist die offene Taucherglocke (Open Diving Bell).
Eine billige, aber nicht effektive Art ist das Tauchen mit Versorgung von der Oberflache aus (Surface Suplied Diving) und SCUBA. Auf diese Art kann man die Identifikation machen und allgemeine Information über das Schiff bekommen. Es werden 10 Taucherchargen (das Team besteht aus 2 Tauchern) mit einer Lange von je 15-20 Min gemacht. Bei der Wahl der Taucherart musste man berücksichtigen, dass es in dieser Region eine starke Strömung läuft, und die Wassertemperatur auf dem Meeresgrund im Sommer nicht mehr als 7-8 C ist.
Projekte
- erste fase:
Vom 10.06. bis zum 17.06.2004 hat das Institut fur Meereswissenschaften zusammen mit dem Taucherklub "Russalka" und mit finanziellen Unterstutzung von anderen Institutionen und Privatpersonen eine wissenschaftliche Expedition am Ort durchgefuhrt, an dem ein Schiff in Tiefe von 78 m gesunken ist. Das Schiff wurde mit einem Rundortungsgerat ostlich von Kap Kaliakra entdeckt.
   
Das Ziel der Expedition war, das Tauchersystem mit offener Taucherglocke (OTG) zu prufen und eine Taucheruntersuchung des gesunkenen Schiffes durchzufuhren.
Das Tauchern erfolgte vom Forschungsschiff "Akademik", das Eigentum des Instituts fur Meereswissenschaften in Varna ist.
Am Anfang der Expedition wurden mittels Echolot und GPS die Koordinaten, die Position und die Ausma?en des Schiffes prazisiert.
Wegen schlechten Wetters hat man von den insgesamt 7 Tagen nur 4 gearbeitet. Es wurden 6 Tauchzyklen mit Taucherglocke gemacht. Nur bei einer Tauchschicht haben die Taucher einen visuellen Kontakt mit dem gesunkenen Schiff erreicht, was fur eine Taucheruntersuchung unausreichend war. Der Grund dafur ist, dass das Forschungsschiff "Akademik" stabil uber dem gesunkenen Schiff nicht positioniert werden konnte, sowie die kurze Zeitspanne, in der die Taucher arbeiten konnten. Die Tauchtiefe war von 65 bis 75 m.
Ende Oktober 2004 haben einige Expeditionsteilnehmer zusammen mit anderen Tauchern - insgesamt 5 Leute - eine Tauchserie beim gleichen Schiff nach dem "Technodiving"-System ausgefuhrt - mit autonomer Atmungsausrustung und TRIMIX bei ausgezeichneten hydrometeorologischen Bedingungen - keine Wellen und Unterwassersichtweite von 25-30 m. Die Gruppe hat 14 Tauchzyklen realisiert und konnte den Namen des Schiffes feststellen - "Christina" - sowie die Art der Fracht - Holzmaterial. Das Schiff ist sehr gut erhalten ohne starkem Belag. Dadurch ist es ein ideales Objekt fur Sporttauchen.
Das Institut fur Meereswissenschaften hat vor, 2008 eine neue wissenschaftliche Expedition durchzufuhren mit dem Ziel, das Schiff detaillierter zu untersuchen und Angaben zu finden uber: die Fahne, unter der es funktioniert hat, den Anfangspunkt der Reise, das Baujahr, die Ursachen fur die Katastrophe usw. Wir planen eine Expedition fur wenigstens 15 Tage. Die Kosten der Expedition werden ca. 40.000 ˆ betragen.
Wir erwarten Angebote uber Finanzierung und Beteiligung an der Expedition.
P.S. Wahrend der Expedition planen wir auch Wracktauchen bei zwei russischen U-Booten aus dem Zweiten Weltkrieg, die bisher von Tauchern nicht besucht worden sind. Die Tiefen sind jeweils 59 und 60 m - das sind unsere nachsten Ziele. Siehe Bild »
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Sie konnen einen kurzen Film uber eine dieser U-Boote von unserer Web-Seite herunterladen.
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